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Mariann Roth – Text Werke I Ausstellungen I Vita
 
Bei einem ersten flüchtigen Blick auf die Bilder von Mariann Roth denkt niemand an den langen Prozess, dem sie bei ihrer Entstehung unterworfen sind.
Streifen und Quadrate in vielen Farben wechseln mit einander ab, ergänzen sich in manchmal ornamentalen Kompositionen, in denen Wörter, Verse, Gedichte, Sprichwörter, Redensarten und andere schriftliche Zeugnisse aufgenommen werden können.
Die Leinwand ist nicht mehr nur Leinwand, da sie mit Blechstücken und einem Verputz bedeckt ist. Man könnte sagen, die Leinwand sei Mauer geworden.
Die Farben sind nicht im Ladengeschäft gekaufte Fertigfarben, sondern Farben, die in einem Arbeitsprozess aus den verschiedensten Pigmenten in Verbindung mit Kasein, einem anderen Binder oder ganz einfach mit einem Eigelb angerührt werden.
Und es ist diese Tempera, in vielen Lagen auf den Verputz aufgetragen, die einen samtenen Effekt und eine grosse Leuchtkraft erzeugt.
Schliesslich sind da die Titel der Bilder: einfach in ihrer Bedeutung, wie das Leben im ländlichen Umbrien: Tag und Nacht, die Elemente, die Jahreszeiten. Häufig arbeitet die Künstlerin in Zyklen von zwei, drei oder mehr Bildern.
Aber diese Einfachheit ist nur scheinbar, denn wenn Mariann Roth ihren Bildern diese Titel gibt, dann deshalb, weil aus dieser Einfachheit die Sensibilit├Ąt zu hören und zu beobachten entsteht: Wind, Licht, Farben, jahreszeitliche Veränderungen. In Casalini di Panicale ist alles anders als in der deutschen Schweiz.
Und schliesslich sind da die Texte auf ihren Bildern. Auch diese, scheinbar losgelöst von ihrer ursprünglichen Bedeutung, sind Teil der Komposition, und erst, wenn man sie liest, erhalten sie wieder ihre ursprüngliche Würde.